Das verschollene Haus

Aufgabe:

Gehen Sie bitte von folgendem Szenario aus, das in Teilen der Wahrheit entspricht: Ein Professor einer deutschen Architekturfakultät baute für sich und seine Frau in den 1950er Jahren ein Wohnhaus. Es befand sich in einer Villengegend an einem mit Bäumen bestandenen Südhang. Das Haus selbst existiert heute nicht mehr, erhalten sind jedoch noch der Grundriss und ein Lageplan. Der Grundriss diente dem Professor über Jahre hinweg als Vorlage einer Erstsemesterübung zum Erlernung des Tuschezeichnens und ist deshalb mehreren Architektengenerationen der Nachkriegszeit, die bei besagtem Professor studiert haben, als vorbildlicher Wohnhausgrundriss bekannt. Fotos des Hauses sind heute weder in der Fachliteratur noch im Internet zu finden, seine einstige Erscheinung kann damit als „verschollen“ bezeichnet werden. Planen Sie bitte auf Grundlage des vorgegebenen Grundrisses das Haus neu.
Erfinden Sie die Ansichten und Schnitte und entwerfen Sie einen passenden Baukörper. In der Wahl der Konstruktion und der Materialien sind Sie frei. Ihre Neuinterpretation sollte sich an heutigen Vorstellungen von Wohnkomfort, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit orientieren.

Mein Entwurf:

Es Gilt einen Grundriss der 50er Jahre in die heutige Zeit zu übersetzen. Dazu habe ich die Schlichtheit des Baushausstils und die Konstruktion eines heutigen Holzbaus verwendet. Die vorgehängte Fassade aus Holz ummantelt dabei das innenliegende verputzte Element. Das Dach ist als Flachdach ausgebildet, was ebenfalls aus den 50er Jahren stammt. Es werden nicht mehr als 3 Materialien verwendet, Holz, Glas und Putz. Der Aufbau der Wände ist je Fassade anders, die Holzfassade bekommt nach der Holzriegelkonstruktion wieder eine Spanplatte monitiert danach folgt die Lattung worauf die Fassadenbretter befestigt werden. Die Putzvariante bekommt nach der Holzriegelkonstruktion
eine Holzweichfaserplatte montiert, worauf die Armierungsplatte sitzt, darauf wird dann der Putz aufgetragen. Der Grundriss wurde noch etwas abgeändert, der Wandaufbau ist etwas dicker geworden, sowie die beiden Enden der Wand im osten wurden im süden um 1,30m und im Norden um 1m verlängert, damit der Effekt der Ummantelung des Inneren Verputzten Gebäudeteils noch besser zur Geltung kommt. Im Norden beim Eingang kann das ein schattiges Plätzchen
zum verweilen sein, vielleicht kann man dort eine Bank hinstellen.

Das verschollene Haus

Quellen: Aufgabenstellung vom Lehrgebiet „Planen und Bauen im Bestand“, der Universität Siegen